Zahngesundheit darf nicht zum Privileg werden!

Und wieder sorgt ein neuer Vorstoß der Union für Kopfschütteln bei der Bevölkerung.
Der Wirtschaftsrat der CDU will die Zahnarztkosten aus der Krankenversicherung nun komplett streichen, die Bürger, die bestimmte zahnärztliche Behandlungen sowieso schon aus eigener Tasche zahlen müssen, mit privaten Zusatzversicherungen in die Pflicht nehmen und so die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen senken. Je nach Alter und Gesundheitszustand fallen für die private Vorsorge zwischen 10€ und 40€ monatlich zusätzlich zum ständig steigenden Krankenkassenbeitrag an.

Der Landtagsabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher der AfD Andreas Winhart nimmt dazu wie folgt Stellung:
„Diese Idee des Wirtschaftsrates der CDU ist ein herber Schlag ins Gesicht vieler, ohnehin schon finanziell stark belasteter Bürger. Erkrankungen wie Diabetes, koronare Herzerkrankungen oder auch Demenz hängen oftmals mit der Zahngesundheit zusammen. Müssen Patienten zukünftig ihre Behandlung selbst finanzieren, ist zu befürchten, dass regelmäßige Zahnarztbesuche nicht mehr wahrgenommen werden können. Das ist eine Rechnung, die schlussendlich nicht aufgehen kann, wenn die zahnärztlichen Leistungen gestrichen werden, die Folgekosten aufgrund anderer, zumeist langwieriger Krankheiten, dann wiederum zu Lasten der Krankenkassen anfallen.

Ich fordere daher den Wirtschaftsflügel der CDU in aller Deutlichkeit auf, diesen unsozialen Vorstoß von ihrer „Agenda für Arbeitnehmer“ zu streichen. Jeder hat ein Recht auf umfassende Gesundheitsvor- und Fürsorge und dazu zählt auch der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt. Zahngesundheit darf nicht zum Privileg der Gutverdiener werden!“